Das Public-Sector-Portfolio konnte im Geschäftsjahr 2017 von EUR 44,3 Mrd. zu Jahresbeginn auf EUR 40,6 Mrd. zum Jahresende reduziert werden. Der Portfolioabbau ist neben planmäßigen Tilgungen auch auf aktive Verkäufe zurückzuführen, bei denen die Portfoliomanager günstige Marktbedingungen nutzen konnten. Dies betrifft insbesondere einzelne Engagements in Italien, Polen, Österreich und Japan. Die drei größten planmäßigen Rückführungen betrafen Engagements in Ungarn, Spanien und Südkorea. Der Anteil des Portfoliosegments Public Sector am Nominalvolumen des Gesamtportfolios beträgt mittlerweile fast 53 %. Bereits bei der Übertragung des Portfolios von der HRE-Gruppe auf die FMS-WM zum 1. Oktober 2010 machte das Segment Public Sector mit einem Nominalwert von EUR 86,6 Mrd. und einem Anteil von rund 49 % den größten Teil aus.

Bei den Kreditnehmern und Emittenten von Wertpapieren handelt es sich um Staaten, Regionen, Städte, Anstalten des öffentlichen Rechts und staatsnahe Unternehmen. Forderungen gegenüber Staaten der Europäischen Union bilden den Großteil des Portfolios, das durch einen hohen Anteil von Forderungen mit sehr langen Restlaufzeiten geprägt ist. So weisen rund 65 % des gesamten Public-Sector-Portfolios Laufzeiten aus, die erst nach 2030 enden.

Die Handlungsmöglichkeiten für einen beschleunigten Abbau von Positionen des Segments sind begrenzt. Die Kredite und Wertpapiere wurden durchweg vor Ausbruch der Finanzkrise vergeben beziehungsweise emittiert, als am Markt noch deutlich geringere Margen akzeptiert wurden. Ein Verkauf im aktuellen Marktumfeld mit höheren Renditeerwartungen potenzieller Käufer wäre somit nur mit hohen Verlusten möglich. Viele der gehaltenen Positionen sind zudem sehr illiquide, was bei einem vorzeitigen Verkauf zu weiteren Preisabschlägen führen würde.

20180604 PS de