rgebnis der normalen Geschäftstätigkeit 146 Mio. Euro
Portfolioabbau um 13 Prozent auf 119,1 Mrd. Euro
Rückgang der Bilanzsumme um 23,8 Prozent auf 187,7 Mrd. Euro


Die FMS Wertmanagement hat das Geschäftsjahr 2013 mit einem positiven Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von 146 Mio. Euro abgeschlossen. Damit erzielt die bundeseigene Abwicklungsanstalt, die im Jahr 2010 gegründet worden war, um Risikopositionen und Geschäftsbereiche der HRE-Gruppe zu übernehmen, zum zweiten Mal einen Jahresgewinn. Im Vorjahr hatte das Ergebnis vor Steuern 37 Mio. Euro betragen.

Der nach Abzug von Steuern in Höhe von 29 Mio. Euro verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von 117 Mio. Euro wurde dem Eigenkapital der FMS Wertmanagement zugeführt.
„Unsere Portfoliomanager konnten in 2013 durch eine ganze Reihe erfolgreicher Restrukturierungen die Voraussetzungen für Verkäufe schaffen. Außerdem haben wir die günstigen Bedingungen in vielen Marktsegmenten nutzen können, um den Abbau des übernommenen Portfolios beschleunigt voranzutreiben", sagt Vorstandssprecher Dr. Christian Bluhm. „Denn in einigen Bereichen wurden aufgrund stärkerer Nachfrage nach entsprechenden Investitionsmöglichkeiten wieder Preise erreicht, die es uns ermöglicht haben, im Rahmen unseres Auftrags einer wertmaximierenden Abwicklung auch nicht geplante Verkäufe durchzuführen."

Das Portfolio konnte so im abgelaufenen Geschäftsjahr von 136,9 Mrd. Euro zu Jahresbeginn um 13,0 Prozent auf 119,1 Mrd. Euro zum Jahresende reduziert werden. Seit der Übernahme sind damit durch die bundeseigene Abwicklungsanstalt insgesamt 56,6 Mrd. Euro oder 32,2 Prozent des ursprünglichen Portfolios abgebaut worden. Darüber hinaus konnten auch in 2013 Teile des noch vorhandenen Portfolios restrukturiert werden. Das hat die komplexe Struktur des Portfolios weiter vereinfacht, die darin noch enthaltenen Risiken deutlich reduziert und teils die Ertragsaussichten verbessert.
Die Bilanzsumme schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr um 58,7 Mrd. Euro oder 23,8 Prozent auf 187,7 Mrd. Euro. Der Rückgang beruht neben dem Portfolioabbau hauptsächlich auf der Reduktion zurückgekaufter eigener Emissionen um 29,6 Mrd. Euro auf 35,6 Mrd. Euro, die zur Absicherung von Refinanzierungstransaktionen gehalten wurden.
Maßgeblich zum Jahresüberschuss beigetragen hat erneut das Zinsergebnis in Höhe von 626 Mio. Euro. Es ist aufgrund des anhaltenden Portfolioabbaus mit minus 14,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wie erwartet niedriger ausgefallen.

Die FMS Wertmanagement, die über ein Triple-A Rating der großen drei Rating-Agenturen verfügt, hat ihre Funding-Programme am Markt ausbauen können und ihre Refinanzierungsstruktur durch den Fokus auf US-Dollar-Emissionen im Jahr 2013 weiter verbessert. Insgesamt wurde im Rahmen der Funding-Strategie ein Betrag im Gegenwert von rund 11 Mrd. Euro über mehrere Emissionen am Kapitalmarkt aufgenommen. Das Volumen der Kapitalmarktemissionen hat damit im Vergleich zum Vorjahr (34,9 Mrd. Euro) deutlich abgenommen. 2013 bestand keine Notwendigkeit für eine erneute vorgezogene Refinanzierung. Zudem ermöglichte der beschleunigte Portfolioabbau eine reduzierte Mittelaufnahme am Kapitalmarkt.
Im Geschäftsjahr 2013 betrug der Nettoaufwand für die Risikovorsorge 263 Mio. Euro. Er ist wesentlich geprägt durch Zuführungen zu Einzelwert- und Pauschalwertberichtigungen sowie durch Zuschreibungen auf wertberichtigte Wertpapiere.

Die Stillen Lasten der Schuldverschreibungen und anderer festverzinslicher Wertpapiere im Portfolio haben sich insbesondere wegen der fortgesetzten Entspannung im Euro-Raum in 2013 weiter deutlich vermindert. Sie fielen um 21 Prozent auf 9,9 Mrd. Euro. Davon entfallen 5,4 Mrd. Euro auf Schuldtitel von Emittenten der öffentlichen Hand aus Italien.
Das Provisionsergebnis, welches sich im Wesentlichen aus Aufwendungen und Erträgen aus Kredit- und Derivategeschäften ergibt, lag mit 100 Mio. Euro um 12,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Es ist durch positive Einmaleffekte in Höhe von rund 23 Mio. Euro beeinflusst.

Die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen konnten um 1,2 Prozent auf 334 Mio. Euro reduziert werden. In den Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen für 2013 sind Aufwendungen in Höhe von 159 Mio. Euro für Dienstleistungen der HRE-Gruppe gegenüber der FMS Wertmanagement enthalten. Bis zum 30. September 2013 wurden aus der HRE-Gruppe im Rahmen eines Kooperationsvertrags noch umfangreiche Serviceleistungen für die FMS Wertmanagement erbracht. Diese Kooperation konnte zum geplanten Zeitpunkt beendet werden, wodurch diese Auflage der EU-Kommission erfüllt wurde.

Die bisher von der HRE-Gruppe erbrachten Dienstleistungen für die FMS Wertmanagement wurden ab dem 1.Oktober 2013 von der FMS Wertmanagement Service GmbH und von externen Dienstleistern übernommen. Es ist erklärtes Ziel des Vorstands der FMS Wertmanagement, die Servicegesellschaft unter Wahrung von Wirtschaftlichkeitsinteressen und hier insbesondere von Qualität sowie Nachhaltigkeit zu privatisieren. Am 17. April hat die FMS Wertmanagement die für die Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union erforderlichen Unterlagen versandt und damit den Teilnahmewettbewerb für den Verkauf der Servicegesellschaft im Rahmen eines europaweiten Ausschreibungsverfahrens gestartet. Damit verfolgt die FMS Wertmanagement das Ziel, sich auf ihre Kernkompetenzen als Abwicklungsanstalt zu konzentrieren, während die Servicegesellschaft die langfristig stabile und wirtschaftliche Betreuung des Portfolios sicherstellt.

„Wir haben die Servicegesellschaft für die Bewirtschaftung internationaler Portfolien effizient aufgestellt" sagt Vorstandssprecher Bluhm, „sie bereitet sich für die Aufnahme von Neugeschäft mit weiteren Kunden vor, die entsprechende Expertise im Zusammenhang mit komplexen Darlehens-/ Wertpapier- und Derivatebeständen suchen. Wir wollen das EU-Ausschreibungsverfahren für die Privatisierung der Servicegesellschaft bis Ende des Jahres abschließen."

Für das Jahr 2014 erwartet der Vorstand der FMS Wertmanagement ein ebenfalls positives Ergebnis, immer vorausgesetzt, dass keine unerwarteten Risiken schlagend werden.

Die FMS Wertmanagement wurde im Jahr 2010 mit dem Ziel gegründet, die zum 1. Oktober 2010 von der Hypo Real Estate-Gruppe übernommenen Risikopositionen und Geschäftsbereiche abzuwickeln. Als wirtschaftlich selbständige Anstalt des öffentlichen Rechts definiert sie eigenständig die jeweils optimalen Abwicklungsstrategien und setzt diese um. Dabei gilt die Maxime: Ertragschancen nutzen und Verluste minimieren. Die FMS Wertmanagement wird von der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung FMSA beaufsichtigt. Für den Ausgleich von bei der Abwicklung entstehenden Verlusten gilt eine unbegrenzte Nachschusspflicht des Finanzmarktstabilisierungsfonds (SoFFin) gemäß § 8a des Gesetzes zur Errichtung eines Finanzmarktstabilisierungsfonds (FMStFG).

Bei Rückfragen steht Ihnen Andreas Henry, Head of Communications, unter der Telefonnummer 089- 9547627 250 oder per E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Verfügung.