Bilanzsumme um 19,6 Prozent auf 198,2 Milliarden Euro reduziert - Nominalvolumen des Portfolios um 6,1 Prozent auf 128,5 Milliarden Euro abgebaut – positiver Ausblick 

Die FMS Wertmanagement, die Risikopositionen und nicht strategische Geschäftsbereiche der HRE-Gruppe abwickelt, kommt mit dem wertschonenden Abbau des Portfolios besser als geplant voran. Im ersten Halbjahr 2013 erzielte die bundeseigene Abwicklungsanstalt dabei ein positives Ergebnis aus der normalen Geschäftstätigkeit von 75 Millionen Euro (1.Halbjahr 2012: minus 50 Millionen Euro). Das Nominalvolumen des übernommenen Portfolios konnte im ersten Halbjahr 2013 um 6,1 Prozent auf 128,5 Milliarden Euro verringert werden. Seit der Übernahme zum 1. Oktober 2010 beläuft sich der kumulierte Portfoliorückgang auf 47,2 Milliarden Euro beziehungsweise auf 26,9 Prozent.

„Wir liegen damit deutlich über den ursprünglichen Planungen für den Abbau und wollen im Portfoliomanagement der FMS Wertmanagement die günstigen Bedingungen in einigen Märkten weiterhin nutzen, um uns beschleunigt von Kreditengagements, Anleihen und sonstigen Finanzprodukten wertmaximierend zu trennen“, sagt Dr. Christian Bluhm, Vorstandssprecher der FMS Wertmanagement.

Auch die Bilanzsumme der FMS Wertmanagement konnte seit Jahresbeginn erneut deutlich verringert werden. Sie schrumpfte innerhalb von sechs Monaten um 19,6 Prozent auf 198,2 Milliarden Euro. Gründe für den starken Rückgang der Bilanzsumme sind neben Verkäufen, außerordentlichen sowie vertraglichen Rückführungen im Rahmen des Portfolioabbaus auch eine fortgesetzte deutliche Verringerung des Bestands an zurückerworbenen eigenen Emissionen, welche zur Absicherung von Refinanzierungstransaktionen dienen, sowie ein Rückgang von zu stellenden Sicherheiten in Derivatetransaktionen.

Wichtigster Treiber für das positive Halbjahresergebnis bleibt der Zinsüberschuss in Höhe von 320 Millionen Euro, der um 16,0 Prozent geringer ausfiel als im Vorjahreshalbjahr. Grund für den Rückgang ist insbesondere der fortgesetzte Portfolioabbau.

Das Provisionsergebnis betrug 43 Millionen Euro (1.Halbjahr 2012: 25 Millionen Euro). Es ist im Wesentlichen von Provisionserträgen aus dem Kredit- und Derivategeschäft geprägt.

Der Allgemeine Verwaltungsaufwand betrug im 1. Halbjahr 2013 174 Millionen Euro. 104 Millionen Euro hiervon wurden für Servicegebühren aufgewendet. Die von der EU- Kommission geforderte, hochkomplexe Übernahme des Servicings von der HRE-Gruppe in die eigene Servicegesellschaft wird zeitgerecht abgeschlossen. „Die Aufwendungen für das Servicing werden sich im Zuge des fortschreitenden Portfolioabbaus in den kommenden Jahren spürbar verringern“, erklärt Bluhm. „Insgesamt liegen die Verwaltungsaufwendungen bereits heute deutlich unterhalb der Summe aus Zinsüberschüssen, Provisionen und sonstigen betrieblichen Erträgen. Die Anstrengungen im Portfoliomanagement in Verbindung mit einer ausgewogenen Refinanzierungsstruktur zahlen sich somit aus, denn mit den uns anvertrauten Assets erwirtschaften wir nicht nur die Kosten, welche die FMS Wertmanagement zu ihrem Betrieb benötigt, sondern erarbeiten darüber hinaus einen deutlichen Ergebnisbeitrag“.


Im ersten Halbjahr 2013 betrug der Nettoaufwand für die Risikovorsorge und das Finanzanlageergebnis insgesamt 122 Millionen Euro (1. Halbjahr 2012: 280 Millionen Euro). Er ist wesentlich geprägt durch Zuführungen zu Einzel- und Pauschalwertberichtigungen sowie durch Zuschreibungen auf bislang wertberichtigte Wertpapiere.

Die Stillen Lasten auf die im Anlagebestand enthaltenen Wertpapiere reduzierten sich zwischen dem Jahresende 2012 und dem 30.6.2013 von 12,5 Milliarden Euro auf 11,8 Milliarden Euro.

Ein Schwerpunkt beim Kapitalmarktauftritt der FMS Wertmanagement lag im ersten Halbjahr 2013 in den USA, wo knapp ein Viertel des zu refinanzierenden Portfolios liegt. Die FMS Wertmanagement konnte mehrere auf US-Dollar lautende Emissionen erfolgreich begeben, darunter die zweite Benchmark-Anleihe unter ihrem bei der amerikanischen Wertpapieraufsichtsbehörde SEC registrierten Emissionsprogramm. Darüber hinaus wurden Euro-Anleihen und Fremdwährungsanleihen in Britischen Pfund und Kanadischen Dollar bei internationalen Investoren platziert, um Portfolien in diesen Fremdwährungen direkt refinanzieren zu können. Aufgrund des beschleunigten Portfolioabbaus betrug der Gesamtabsatz über alle Kapitalmarktinstrumente im ersten Halbjahr 2013 5,4 Milliarden Euro (2012: 19,7 Milliarden Euro). Die FMS Wertmanagement verfügt als bundeseigene Institution über Bestnoten aller führenden Rating-Agenturen.

Die Zahl der fest angestellten Mitarbeiter bei der FMS Wertmanagement betrug Ende Juni 139. „Wir haben den Personalaufbau bei der FMS Wertmanagement abgeschlossen und unterschreiten die von unseren Gremien im Rahmen des Zielmodels genehmigte Höchstzahl von 170 fest angestellten Mitarbeitern signifikant“, sagt Vorstandssprecher Bluhm. „Zuletzt wurden im Hinblick auf den beschleunigten Abbau des Portfolios in der Regel befristete Arbeitsverträge von uns abgeschlossen, so dass die FMS Wertmanagement hohe Flexibilität im Personalbereich aufweisen kann.“ Für das Gesamtjahr 2013 erwartet Bluhm wie im Vorjahr (Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 2012: 37 Millionen Euro) ein positives Ergebnis. „Wenn wir in den nächsten Monaten keine negativen Überraschungen durch starke Marktbewegungen erleben, werden wir das Jahr 2013 erwartungsgemäß positiv abschließen und den wertmaximierenden Abbau des Portfolios weiter vorantreiben“.

Die FMS Wertmanagement war im Juli 2010 gegründet worden, um Risikopositionen und nicht strategienotwendige Geschäftsbereiche der HRE-Gruppe zu übernehmen und verlustminimierend abzuwickeln. Die günstige Refinanzierung an den Kapitalmärkten spielt dabei eine entscheidende Rolle. Eigentümer der FMS Wertmanagement ist über den Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) zu 100 Prozent die Bundesrepublik Deutschland.

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