FMS Wertmanagement erzielt 2012 positives Ergebnis

Die FMS Wertmanagement hat das Geschäftsjahr 2012 mit einem positiven Ergebnis von 37 Mio. Euro abgeschlossen. Damit erzielt die Abwicklungsanstalt, die im Jahr 2010 gegründet worden war, um Risikopositionen und nicht strategienotwendige Geschäftsbereiche der HRE-Gruppe zu übernehmen, erstmals einen Gewinn.

„Im Vorjahr sorgten die Abschreibungen auf Griechenland-Anleihen für einen hohen Verlust, im Rumpfgeschäftsjahr 2010 war es die erforderliche Risikovorsorge auf das übernommene Portfolio", sagt Vorstandssprecher Dr. Christian Bluhm. „Das Jahr 2012 war für das Portfolio der FMS Wertmanagement ein Jahr ohne makroökonomischen Druck. Das positive Ergebnis belegt, dass das Portfolio der FMS Wertmanagement in Jahren ohne Sonderbelastungen mit einem ausgeglichenen Ergebnis bewirtschaftet und gleichzeitig weiter zurückgeführt werden kann."

Das Portfolio konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr um 14,8 Prozent auf 136,9 Mrd. Euro reduziert werden. Seit der Übernahme sind damit 38,8 Mrd. Euro abgebaut worden. Neben dem Abbau konnten umfangreiche Teile des Portfolios restrukturiert werden, wodurch sich die Komplexität reduzierte und das Risiko-/Ertragsprofil substanziell verbesserte. „Oft führen wir mögliche Veräußerungen einzelner Engagements nicht unmittelbar durch, da wir nicht bereit sind, vom Markt geforderte Preisabschläge hinzunehmen. Bei solchen Assets arbeiten die Portfoliomanager an der qualitativen Verbesserung des Portfolios durch Restrukturierungen. Auf diese Weise werden wir über den Zeitablauf hinweg bessere Ergebnisse erzielen", sagt Vorstand Bluhm.

Maßgeblich zum Jahresüberschuss beigetragen hat das gestiegene Zinsergebnis, welches mit 729 Mio. Euro um 32,1 Prozent höher lag als im ersten vollen Geschäftsjahr 2011. Die FMS Wertmanagement hat sich mit ihren Funding-Programmen am Markt etabliert und konnte ihre Refinanzierungsstruktur weiter verbessern. Die günstige Konstellation an den Kapitalmärkten wurde zur Aufnahme von 34,9 Mrd. Euro genutzt, rund 10 Mrd. Euro mehr als für das Jahr 2012 geplant.

Auch das Provisionsergebnis, welches sich im Wesentlichen aus Aufwendungen und Erträgen aus Kredit- und Derivategeschäften ergibt, lag mit 89 Mio. Euro rund 50,8 Prozent über dem Vorjahreswert. Dabei spielten der Wegfall von Aufwendungen für Garantien des Finanzmarktstabilisierungsfonds (SoFFin) und Einmaleffekte durch die Restrukturierung von Derivaten eine entscheidende Rolle.

Die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen konnten um 2,6 Prozent auf 338 Mio. Euro leicht reduziert werden. Darin sind Aufwendungen in Höhe von 214 Mio. Euro für Dienstleistungen der HRE-Gruppe gegenüber der FMS Wertmanagement enthalten.

Beim Risikovorsorgeergebnis profitierte die FMS Wertmanagement von den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und erzielte insbesondere aufgrund von Auflösungen von Pauschalwertberichtigungen einen Ertrag von 32 Mio. Euro. Aufwendungen im Finanzanlageergebnis fielen in Höhe von 465 Mio. Euro an. Ein Großteil davon resultierte aus der Teilnahme der FMS Wertmanagement am Umtausch griechischer Staatsanleihen und der damit zusammenhängenden notwendigen Schließung von Derivatepositionen. Darüber hinaus führten Abschreibungen auf Wertpapiere und die Bildung von Drohverlustrückstellungen für Derivate zu dem negativen Finanzanlageergebnis.

Die Bilanzsumme schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr um 27,9 Prozent auf 246,4 Mrd. Euro. Der Rückgang beruht neben dem Portfolioabbau hauptsächlich auf der Reduktion eigener Emissionen um 49,5 Prozent auf 65,2 Mrd. Euro, die zur Absicherung von Refinanzierungstransaktionen gehalten wurden. Bis Ende des ersten Quartals 2013 konnte die Verlustausgleichsforderung gegenüber dem SoFFin durch Zahlungen des SoFFin in Höhe von insgesamt 9,3 Mrd. Euro und mit einem Teil des Bilanzgewinns komplett zurückgeführt werden. Der danach verbleibende Anteil des Bilanzgewinns von 17,0 Mio. Euro wird dem SoFFin zufließen.

Das herausragende Projekt für die FMS Wertmanagement im Jahr 2013 ist die Beendigung des Dienstleistungsverhältnisses mit der HRE-Gruppe, die derzeit im Rahmen eines Kooperationsvertrags noch umfangreiche Serviceleistungen für die FMS Wertmanagement erbringt. Diese Kooperation muss laut einer EU-Auflage Ende September 2013 beendet werden. Die FMS Wertmanagement hat im April 2012 eine eigene Servicegesellschaft gegründet, die diese Dienstleistungen erbringen soll und in welche Mitarbeiter aus der HRE-Gruppe wechseln können. Gleichzeitig ist eine Projektgruppe damit beauftragt, Optionen für die angestrebte Privatisierung der Servicegesellschaft auszuarbeiten.

„Für das Geschäftsjahr 2013 sind wir vorsichtig optimistisch", sagt Vorstandsprecher Bluhm, „sofern sich, wie im Jahr 2012, auch 2013 keine wesentlichen Makrorisiken materialisieren."

Die FMS Wertmanagement wurde im Jahr 2010 mit dem Ziel gegründet, die zum 1. Oktober 2010 von der Hypo Real Estate-Gruppe übernommenen Risikopositionen und nicht strategienotwendigen Geschäftsbereiche abzuwickeln. Als wirtschaftlich selbständige Anstalt des öffentlichen Rechts definiert sie eigenständig die jeweils optimalen Abwicklungsstrategien und setzt diese um. Dabei gilt die Maxime: Ertragschancen nutzen und Verluste minimieren. Die FMS Wertmanagement wird von der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung FMSA beaufsichtigt. Für den Ausgleich von bei der Abwicklung entstehenden Verlusten gilt eine unbegrenzte Nachschusspflicht des Finanzmarktstabilisierungsfonds (SoFFin) gemäß § 8a des Gesetzes zur Errichtung eines Finanzmarktstabilisierungsfonds (FMStFG).

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