Die bundeseigene Abwicklungsanstalt FMS Wertmanagement, die Risikopositionen und nicht strategische Geschäftsbereiche der HRE-Gruppe abwickelt, hat im ersten Halbjahr 2012 mit einem Verlust von 50 Millionen Euro abgeschnitten. „Nach den unvermeidbaren Abschreibungen auf unser Griechenland-Portfolio, die uns im Jahresabschluss 2011  Verluste in Milliardenhöhe beschert hatten, verlief das erste Halbjahr 2012 in deutlich ruhigeren Bahnen“, sagt Vorstandssprecher Dr. Christian Bluhm. „Bezogen auf die Größe und die Komplexität des Portfolios ist dieses moderat negative Ergebnis von 50 Millionen Euro aus der normalen Geschäftstätigkeit akzeptabel. Unsere günstige Refinanzierung gibt uns die Möglichkeit, wertgeminderte Positionen bis zum Ende der Laufzeit oder bis zu einer Wertaufholung zu halten und Verluste auf diesem Weg so weit wie möglich zu begrenzen.“ 


Seit Übernahme des Portfolios zum 1. Oktober 2010 beläuft sich  der kumulierte Portfolioabbau auf 30,5 Milliarden Euro. Dieser verringert sich allerdings um gegenläufige Währungseffekte in Höhe von 6,2 Milliarden Euro. Der Nominalwert des Portfolios beträgt damit zum Halbjahresende 2012 151,4 Milliarden Euro, verglichen mit 175,7 Milliarden Euro zum Zeitpunkt der Übertragung.
Die Bilanzsumme der FMS Wertmanagement verringerte sich seit Jahresbeginn um 13,6 Prozent auf 295,3 Milliarden Euro. Grund für den starken Rückgang der Bilanzsumme ist in erster Linie ein deutlicher Abbau zurückerworbener eigener Emissionen, die zur Absicherung von Refinanzierungstransaktionen dienen. Dieser Posten innerhalb der Bilanz verringerte sich von 129,2 Milliarden Euro zu Jahresanfang auf 94 Milliarden Euro zum Halbjahresende.

Besonders positiv entwickelte sich der Zinsüberschuss, der zum Ende des Halbjahres mit 382 Millionen Euro bereits bei 69 Prozent des gesamten Wertes des  Vorjahres lag. Gründe hierfür liegen insbesondere in der weiteren Verbesserung der Refinanzierungsstruktur und der Refinanzierungskosten durch umfangreiche eigene Emissionsaktivitäten der FMS Wertmanagement. Das Provisionsergebnis betrug 25 Millionen Euro. Dem stehen allgemeine Verwaltungsaufwendungen von 183 Millionen Euro gegenüber, welche Zahlungen an die pbb aufgrund des bestehenden Kooperationsvertrages in Höhe von 140 Millionen Euro enthalten.

„Die Summe aus Zinsüberschüssen, Provisionen und sonstigen betrieblichen Erträgen übertrifft die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen deutlich. Dies zeigt, dass das Portfolio die Kosten seiner Verwaltung mehr als trägt, wenn man Wertberichtigungen außen vor lässt, die bei einem Abwicklungsportfolio mit Problemkrediten leider nicht zu vermeiden sind“, sagt Vorstandssprecher Bluhm.

Im ersten Halbjahr 2012 betrug der Nettoaufwand für die Risikovorsorge und das Finanzanlageergebnis insgesamt 280 Millionen Euro. Darin sind neben dem Bewertungsergebnis für Kredite und Wertpapiere auch Verluste aus der Auflösung von Derivaten und aus Zuführungen zur Drohverlustrückstellung von Derivaten enthalten.

Fortsetzen konnte die FMS Wertmanagement den erfolgreichen Kapitalmarktauftritt zur Optimierung der Refinanzierungsstruktur. Im ersten Halbjahr wurden Emissionen im Volumen von 19,7 Milliarden Euro platziert, darunter drei Benchmark-Anleihen. Bereits im Verlauf des Juli konnte das für das Gesamtjahr 2012 geplante Platzierungsvolumen von 25 Milliarden Euro übertroffen werden. Die FMS Wertmanagement stützt sich als bundeseigene Institution auf Bestnoten aller führenden Rating-Agenturen.

Für das Gesamtjahr 2012 erwartet Vorstandssprecher Bluhm weiterhin ein gegenüber 2011 deutlich verbessertes Ergebnis, „wobei der Verlauf der Staatsschuldenkrise das Ergebnis maßgeblich beeinflusst.“.

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