Die Abwicklungsanstalt FMS Wertmanagement ist im ersten Halbjahr 2011 trotz der Turbulenzen an den Kapital- und Finanzmärkten mit der Erfüllung ihres Auftrags voran gekommen. Erfreulich war der Rückgang des Nominalvolumens des abzuwickelnden Portfolios, das innerhalb der neun Monate seit der Übernahme zum 1.Oktober 2010 um rund 8,7 Prozent auf EUR 160,5 Mrd. zurückgeführt werden konnte. Bei der Rückführung der von der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Refinanzierung bereit gestellten Mittel liegt die FMS Wertmanagement über Plan. Sie konnte die EZB-Refinanzierung durch mehrere erfolgreiche Emissionen eigener Anleihen auf EUR 47 Mrd. reduzieren. Zum 31. Dezember 2010 hatte dieser Betrag noch EUR 93 Mrd. ausgemacht.

Die Bilanzsumme zum 30. Juni 2011 beträgt EUR 301,8 Mrd. und ist im Vergleich zum Jahresende 2010 um 9,4 Prozent gesunken. Im Halbjahresabschluss zum 30. Juni 2011 werden hierbei insbesondere im Zusammenhang mit Finanzderivaten gestellte oder erhaltene Barsicherheiten, sofern vertraglich möglich, je Kontrahent saldiert in den entsprechenden Bilanzposten ausgewiesen. Die zugehörigen Vergleichszahlen zum 31. Dezember 2010 wurden angepasst und führen zu einer reduzierten Bilanzsumme von EUR 333,3 Mrd.

Ohne die vorgenommenen Wertberichtigungen auf das Griechenlandportfolio hätte sich im ersten Halbjahr 2011 ein positives Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR 118 Mrd. ergeben. „Wir freuen uns über die positive Entwicklung,“ sagt Christian Bluhm, Chief Risk Officer der FMS Wertmanagement, „doch die internationale Schuldenkrise, die sich im ersten Halbjahr dramatisch verschärft hat, und vor allem die Probleme in Griechenland konnten an uns nicht spurlos vorüber gehen.“

Bei der Risikovorsorge im Kreditgeschäft und dem Finanzanlageergebnis schlugen vor allem Wertberichtigungen auf das Griechenland-Portfolio in Höhe von insgesamt EUR 808 Mio. zu Buche. Dabei hat die FMS Wertmanagement nach den Vorgaben des Instituts der Deutschen Wirtschaftsprüfer (IDW) alle Papiere und Kredite mit einer Laufzeit bis Ende 2020 auf einen Wert von 79 Prozent des Nominalwerts abgeschrieben. Für länger laufende Griechenland-Papiere wurden zur Berücksichtigung des latenten Ausfallrisikos Pauschalwertberichtigungen gebildet. Die FMS Wertmanagement hielt zum 30.6.2011 griechische Staatsanleihen im Nominalvolumen von EUR 7,2 Mrd. sowie Kredite und Anleihen griechischer Emittenten in Höhe von EUR 1,6 Mrd. Anfang September hatte die FMS Wertmanagement zugesagt, sich am Umtauschangebot der griechischen Regierung für Staatsanleihen mit Papieren im Nominalvolumen von EUR 975 Mio. zu beteiligen.

Als Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit nach Steuern ergibt sich damit zum Halbjahr ein Fehlbetrag von EUR 690 Mio. Dieser Verlust wird ausgeglichen durch die erfolgswirksame Erfassung eines Verlustausgleichsanspruchs der FMS Wertmanagement gegenüber dem Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) in gleicher Höhe.

Das Zinsergebnis der FMS Wertmanagement im ersten Halbjahr erreichte EUR 157 Mio. Das Provisionsergebnis betrug EUR 24 Mio. Die Verwaltungsaufwendungen lagen bei EUR 165 Mio.

Die Nettozuführung zur Risikovorsorge im Kreditgeschäft (inkl. der dem Umlaufvermögen zugeordneten Wertpapiere) beträgt EUR 258 Mio. Das Finanzanlageergebnis weist einen Verlust von EUR 531 Mio aus. Die Ergebnisse in beiden Posten sind im Wesentlichen auf die Wertberichtigungen auf das Griechenland-Portfolio zurückzuführen.

Ein Vergleich mit Vorjahreszahlen ist nicht möglich, da die FMS Wertmanagement erst am 8.7.2010 gegründet wurde und mit der Übertragung des Portfolios zum 1.10.2010 ihren Geschäftsbetrieb aufnahm. Die FMS Wertmanagement hat den Auftrag, die von der verstaatlichten Hypo-Real-Estate-Gruppe übernommenen Risikopositionen und nichtstrategienotwendigen Geschäftsbereiche abzuwickeln.

Bei Rückfragen steht Ihnen Andreas Henry, Head of Communications, unter der Telefonnummer 089-954 7627 250 oder per E-Mai Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Verfügung.