Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit liegt bei 70 Mio. Euro

Weitere Fortschritte bei Abwicklung der DEPFA-Gruppe

Die bundeseigene Abwicklungsanstalt FMS Wertmanagement (FMS-WM) erzielte im ersten Halbjahr 2019 ein positives Ergebnis aus der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von 70 Mio. Euro (erstes Halbjahr 2018: 105 Mio. Euro). Das Nominalvolumen des Portfolios konnte seit Jahresbeginn um 2,6 Mrd. Euro abgebaut werden. Unter Berücksichtigung der im ersten Halbjahr 2019 von der DEPFA-Gruppe erworbenen Vermögenswerte in Höhe von 1,6 Mrd. Euro beläuft sich das verbleibende Portfolio der FMS-WM zum 30. Juni 2019 auf 68,2 Mrd. Euro. Der kumulierte Abbau des Portfolios seit 2010 beläuft sich auf 107,5 Mrd. Euro bzw. 61,2 Prozent.

Die Bilanzsumme der FMS-WM beträgt zum 30. Juni 2019 146,9 Mrd. Euro (Jahresende 2018: 144,7 Mrd. Euro). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die aufgrund des gesunkenen Zinsniveaus gestiegenen Barsicherheiten für Derivate zurückzuführen.

Die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sind im ersten Halbjahr 2019 auf 68 Mio. Euro (erstes Halbjahr 2018: 69 Mio. Euro) gesunken und liegen damit immer noch deutlich unter der weiterhin rückläufigen Summe aus Zins- und Provisionsüberschuss in Höhe von 144 Mio. Euro (erstes Halbjahr 2018: 198 Mio. Euro).

Auf der Refinanzierungsseite der FMS-WM fand im Januar 2019 planmäßig die Übernahme der Kapitalmarktrefinanzierung in Euro durch die Bundesrepublik Deutschland – Finanzagentur GmbH (Deutsche Finanzagentur) statt. Insgesamt konnte die FMS-WM im ersten Halbjahr 2019 Refinanzierungsmittel in Höhe von 17,7 Mrd. Euro am Kapitalmarkt aufnehmen, davon 13,0 Mrd. Euro durch die Deutsche Finanzagentur.

„Trotz des herausfordernden Marktumfelds konnten wir die erfolgreiche Abwicklungsarbeit im ersten Halbjahr 2019 fortsetzen und ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis erzielen“, sagt Vorstandssprecher Christoph Müller. Für das Gesamtjahr 2019 erwartet der Vorstand auch erneut ein positives Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit.

Weitere Fortschritte erzielte die FMS-WM bei der beschleunigten Abwicklung der DEPFA-Gruppe in Dublin. So konnte die FMS-WM im Juni 2019 zum insgesamt dritten Mal zuvor erworbene DEPFA-Verbindlichkeiten an die DEPFA verkaufen und zeitgleich Vermögenswerte der DEPFA erwerben. Diese Transaktion hat maßgeblich dazu beigetragen, die Bilanzsumme der DEPFA auf mittlerweile 14,4 Mrd. Euro zu reduzieren, korrespondierend stieg die Kernkapitalquote (CET 1 Ratio) zum 30. Juni 2019 auf 144,2 Prozent. Für das zweite Halbjahr 2019 ist geplant, Teile des künftig in der DEPFA-Gruppe nicht mehr benötigten Kapitals an die FMS-WM zu übertragen bzw. auszuschütten. Parallel beschäftigt sich die FMS-WM mit einem möglichen Verkauf der DEPFA-Gruppe in 2020.

Die FMS-WM wurde im Jahr 2010 mit dem Ziel gegründet, die zum 1. Oktober 2010 von der Hypo Real Estate-Gruppe übernommenen Risikopositionen und Geschäftsbereiche abzuwickeln. Sie wird von der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung beaufsichtigt. Eigentümer der FMS-WM ist über den Finanzmarktstabilisierungsfonds (FMS) zu 100 Prozent die Bundesrepublik Deutschland.

Bei Rückfragen steht Ihnen Frank Hessel, Pressesprecher, unter der Telefonnummer 089-9547627-647 oder per E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Verfügung.