Nominalwert des Portfolios seit 2010 kumuliert um 106,4 Mrd. Euro reduziert

Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit liegt bei 253 Mio. Euro

Bilanzsumme der DEPFA-Gruppe zum Jahresende 2019 auf 8,9 Mrd. Euro reduziert

 

Die bundeseigene Abwicklungsanstalt FMS Wertmanagement (FMS-WM) hat im Geschäftsjahr 2019 ein positives Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von 253 Mio. Euro erzielt, welches deutlich über dem Vorjahreswert (114 Mio. Euro) liegt. Wesentlich zum Ergebnis beigetragen hat der Gewinn aus dem Verkauf von zwei im Geschäftsjahr 2015 erworbenen DEPFA-Hybridkapitalanleihen an Gesellschaften der DEPFA-Gruppe sowie eine Dividendenausschüttung einer britischen Tochtergesellschaft.

Der Abbau des Portfolios im Geschäftsjahr 2019 belief sich auf 5,0 Mrd. Euro. Unter Berücksichtigung der im Geschäftsjahr 2019 von der DEPFA-Gruppe erworbenen Vermögenswerte mit einem Nominalvolumen von 4,0 Mrd. Euro und den Nominalwert des Portfolios erhöhenden Fremdwährungseffekten von 1,3 Mrd. Euro erhöhte sich das verbleibende Portfolio der FMS-WM zum Jahresende 2019 um 0,3 Mrd. Euro auf 69,3 Mrd. Euro.

„Wir konnten zum achten Mal in Folge ein positives Jahresergebnis erzielen und mit ‚Commercial Real Estate‘ ein sehr komplexes und arbeitsintensives Portfoliosegment nahezu vollständig abbauen“, sagt Vorstandssprecher Christoph Müller.

Das Zinsergebnis sank im Geschäftsjahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 6,6 Prozent auf 325 Mio. Euro (Vorjahr 348 Mio. Euro). Der Rückgang ist insbesondere auf den Portfolioabbau sowie geringere Sondereffekte im Zusammenhang mit erhaltenen Ausgleichszahlungen für Vertragsanpassungen von Besicherungsanhängen für Derivate in Höhe von 19 Mio. Euro (Vorjahr 32 Mio. Euro) zurückzuführen.

Der Saldo aus den von Bewertungsentscheidungen und Verkaufsergebnissen geprägten Posten Risikovorsorge und Finanzanlageergebnis von 23 Mio. Euro hat im Geschäftsjahr 2019 einen positiven Ergebnisbeitrag geleistet (Vorjahr -105 Mio. Euro), dies ist insbesondere auf die aktive Abwicklungsarbeit zurückzuführen.

Die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr (144 Mio. Euro) um 4,2 Prozent auf 138 Mio. Euro zurückgegangen und liegen damit wie in den Vorjahren deutlich unter der Summe aus Zins- und Provisionsergebnis. Der Rückgang ist das Resultat von Einsparungen in der Portfoliobewirtschaftung. „Wir haben im Geschäftsjahr 2019 weitere Maßnahmen zur Reduzierung der Komplexität des übernommenen Portfolios umgesetzt“, sagt Vorstandssprecher Müller. „Diese gezielten Maßnahmen dienen dazu, um auch zukünftig eine ausgewogene Balance zwischen erforderlichem (Risiko-)Management, operativ stabilem Betrieb und kostengünstiger Bewirtschaftung gewährleisten zu können“, so Christoph Müller weiter.

Im Januar 2019 fand planmäßig die Übernahme der langfristigen Refinanzierung in Euro durch die Bundesrepublik Deutschland – Finanzagentur GmbH über das Sondervermögen Finanzmarktstabilisierungsfonds (FMS) statt. Insgesamt konnte die FMS-WM im Geschäftsjahr 2019 Refinanzierungsmittel in Höhe von 25,0 Mrd. Euro vom FMS aufnehmen. „Durch die langfristige Refinanzierung in Euro über den FMS und ein aktives Refinanzierungsmanagement der FMS-WM konnte die Refinanzierung weiter optimiert werden“, unterstreicht Carola Falkner, Vorstand Treasury und Asset Management.

Durch die im Geschäftsjahr 2019 durchgeführten Abwicklungsmaßnahmen konnte die Bilanzsumme der DEPFA-Gruppe weiter reduziert sowie Komplexitäten und Konzentrationsrisiken im Portfolio der DEPFA-Gruppe weiter abgebaut werden. Aus dem Verkauf der noch im Bestand der FMS-WM befindlichen Hybridkapitalanleihen resultierte ein positiver Ergebnisbeitrag bei der FMS-WM in Höhe von 233 Mio. Euro. Die Bilanzsumme der DEPFA-Gruppe reduzierte sich zum 31. Dezember 2019 um weitere 6,5 Mrd. Euro auf 8,9 Mrd. Euro, korrespondierend stieg die Kernkapitalquote (CET 1 Ratio) zum Jahresende 2019 auf 152,3 Prozent. „Mit den im Jahr 2019 umgesetzten Maßnahmen konnten wir insbesondere Eigenkapitalbestandteile unter Beachtung der regulatorischen Mindestwerte an die FMS-WM übertragen“, sagt Vorstandssprecher Müller. „Neben der beschleunigten Abwicklung beschäftigt sich die FMS-WM weiterhin mit einem Verkauf der DEPFA-Gruppe“, so Christoph Müller weiter.

Für das Geschäftsjahr 2020 erwartet die FMS-WM infolge des fortschreitenden Portfolioabbaus einen weiteren Rückgang des Zinsergebnisses. Aufgrund der noch nicht absehbaren Auswirkungen aus den derzeitigen Turbulenzen an den Märkten ist eine Ergebnisprognose für 2020 mit Unsicherheiten behaftet und kann daher derzeit nicht verlässlich getroffen werden.

Die FMS-WM wurde im Jahr 2010 mit dem Ziel gegründet, die zum 1. Oktober 2010 von der Hypo Real Estate-Gruppe übernommenen Risikopositionen und Geschäftsbereiche abzuwickeln. Sie wird von der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung beaufsichtigt. Für den Ausgleich von bei der Abwicklung entstehenden Verlusten gilt eine unbegrenzte Nachschusspflicht des Sondervermögen Finanzmarktstabilisierungsfonds gemäß § 8a des Gesetzes zur Errichtung eines Finanzmarkt- und eines Wirtschaftsstabilisierungsfonds (Stabilisierungsfondsgesetz).

Bei Rückfragen steht Ihnen Frank Hessel, Pressesprecher, unter der Telefonnummer 089-9547627-647 oder per E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Verfügung.