Die FMS Wertmanagement wurde im Jahr 2010 als bundeseigene Abwicklungsanstalt für die verstaatlichte Hypo Real Estate Holding AG (HRE-Gruppe) mit dem Ziel gegründet, von der HRE-Gruppe Risikopositionen und nicht strategienotwendige Geschäftsbereiche zu übernehmen und abzuwickeln.

Als Reaktion auf die Finanzmarktkrise räumte der Gesetzgeber im Herbst 2008 deutschen Kreditinstituten die Möglichkeit ein, Risikopositionen und nicht strategienotwendige Geschäftsbereiche auf eine organisatorisch und wirtschaftlich selbstständige Abwicklungsanstalt zu übertragen. Die FMS Wertmanagement wurde am 8. Juli 2010 als bundeseigene Abwicklungsanstalt für die verstaatlichte Hypo Real Estate Holding AG (HRE-Gruppe) gegründet.

Zum 1. Oktober 2010 übernahm sie von der HRE-Gruppe und deren Tochterunternehmen und Zweckgesellschaften im In- und Ausland Risikopositionen und nicht strategienotwendige Geschäftsbereiche im Nominalwert von EUR 175,7 Mrd., außerdem kurzfristige Refinanzierungsmittel im entsprechenden Umfang sowie zugehörige Derivate zu Absicherungszwecken. Die FMS Wertmanagement wickelt das übertragene Portfolio nach wirtschaftlichen Grundsätzen wertschonend ab. Der ursprünglich von der HRE-Gruppe aufgestellte Abwicklungsplan war auf eine Laufzeit von zehn Jahren ausgelegt. Der in dieser Periode nicht abgewickelte Teil des Portfolios sollte zum Ende der Laufzeit buchwertneutral verkauft werden. Die FMS Wertmanagement hat den Abwicklungsplan mit den im ersten Jahr gewonnenen Erkenntnissen überarbeitet und insbesondere an die langen durchschnittlichen Laufzeiten der Portfolio-Bestandteile angepasst. Der gegebene Zeithorizont erlaubt es, das Portfolio ohne Termindruck zu wirtschaftlich günstigen Zeitpunkten abzuwickeln und so im Interesse des Steuerzahlers bestmögliche Wertschöpfung zu erzielen.

„Der Abwicklungsanstalt obliegt die Aufgabe, von der Hypo Real Estate Holding AG und deren unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen und Zweckgesellschaften im In- und Ausland (zusammen die HRE-Gruppe) zum Zwecke der Stabilisierung der HRE-Gruppe und der Stabilisierung des Finanzmarktes Risikopositionen und nichtstrategienotwendige Geschäftsbereiche (übernommenes Vermögen) zu übernehmen und gewinnorientiert zu verwerten und abzuwickeln.“   


§2 Abs. 1 Statut der FMS Wertmanagement: "Aufgabe, Geschäfte, Geltung Kreditwesengesetz''

Die FMS Wertmanagement refinanziert sich sowohl an den Geld- als auch den Kapitalmärkten. Neben kurzfristigen, unbesicherten Mittelaufnahmen kommen an den Geldmärkten insbesondere Repo-Transaktionen zum Einsatz. Darüber hinaus begibt die FMS Wertmanagement in den mittel- und langfristigen Laufzeitsegmenten Schuldverschreibungen und Schuldscheindarlehen.

Die FMS Wertmanagement wird von der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung FMSA beaufsichtigt, der umfassende Informations-, Kontroll- und Prüf- sowie Weisungsrechte zustehen. So bestimmt die FMSA unter anderem die Besetzung des Verwaltungsrats, genehmigt Änderungen des Abwicklungsplans und wird bei strategisch wichtigen Entscheidungen einbezogen. Neben der FMSA als Rechtsaufsicht nimmt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Rolle als Fachaufsicht ein.


Für den Ausgleich von bei der Abwicklung entstehenden Verlusten gilt eine unbegrenzte Nachschusspflicht des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung SoFFin gemäß § 8a des Gesetzes zur Errichtung eines Finanzmarktstabilisierungsfonds (FMStFG). Dies spiegelt sich auch im Statut der FMS Wertmanagement wider, wo es unter § 7 Abs.1 heißt: „Der SoFFin ist gegenüber der Abwicklungsanstalt sowie gegenüber der FMSA bis zur Auflösung der Abwicklungsanstalt […] verpflichtet, […] sämtliche Verluste auszugleichen.“ 
Dies stellt sicher, dass die FMS Wertmanagement jederzeit ihre fälligen Verbindlichkeiten vollständig und rechtzeitig begleichen kann.

1. Juli 2019

Wie bereits im Mai angekündigt, übernimmt Christoph Müller die Funktion als Vorstandssprecher und CEO bei der FMS Wertmanagement.

7. Juni 2019

Die FMS Wertmanagement verkauft zum insgesamt dritten Mal erworbene DEPFA-Verbindlichkeiten an die DEPFA und erhält im Gegenzug entsprechende Vermögenswerte aus den Deckungsstöcken der DEPFA.

15. November 2018

Die FMS Wertmanagement kann die erste der drei Hybridkapitalanleihen mit einem Nominalvolumen in Höhe von rund EUR 500 Mio. an die DEPFA-Gruppe verkaufen.

31. Dezember 2017

Der kumulierte Abbau des Portfolios überschreitet die Marke von EUR 100 Milliarden Euro.

6. November 2017

Die FMS Wertmanagement verkauft erneut erworbene DEPFA-Verbindlichkeiten an die DEPFA und erhält im Gegenzug entsprechende Vermögenswerte aus den Deckungsstöcken der DEPFA.

4. November 2016

Die FMS Wertmanagement verkauft erworbene DEPFA-Verbindlichkeiten an die DEPFA und erhält im Gegenzug entsprechende Vermögenswerte aus den Deckungsstöcken der DEPFA.

30. Juni 2016

Das Nominalvolumen des ursprünglich übertragenen Portfolios beträgt noch 87 Milliarden Euro und liegt damit zum ersten mal unter 50 Prozent des Anfangsbestandes.

19. Januar 2016

Die FMS Wertmanagement veröffentlicht ein weiteres öffentliches Angebot zum Erwerb von Anleihen der DEPFA-Gruppe.

1. Oktober 2015

Wie bereits im April angekündigt, übernimmt Stephan Winkelmeier die Funktion als Vorstandssprecher und Chief Risk & Finance Officer bei der FMS Wertmanagement.

27. Mai 2015

Die FMS Wertmanagement schließt den in einer gemeinsamen Transaktion mit der DEPFA BANK plc in Dublin vereinbarten Rückkauf von drei Anleihen der DEPFA im Nominalwert von 1,2 Milliarden Euro zu einem Preis von insgesamt 741 Millionen Euro erfolgreich ab.

6. Mai 2015

Die FMS Wertmanagement beendet das Privatisierungsverfahren zum Verkauf der Tochtergesellschaft FMS Wertmanagement Service GmbH.

20. April 2015

Die FMS Wertmanagement unterbreitet ein öffentliches Angebot zum Erwerb bestimmter Anleihen der DEPFA.

19. Dezember 2014

Die FMS Wertmanagement AöR übernimmt die DEPFA BANK plc in Dublin und deren Tochtergesellschaften von der Hypo Real Estate Holding AG (HRE).  

19. April 2014

Das EU-Ausschreibungsverfahren zur Privatisierung der Servicegesellschaft startet offiziell.

1. Oktober 2013

Die FMS Wertmanagement Service GmbH übernimmt die Betreuung des Portfolios der FMS Wertmanagement von der pbb Deutsche Pfandbriefbank gemeinsam mit einem IT-Partner und weiteren Dienstleistern.

15. November 2012

FMS Wertmanagement platziert nach erfolgter Registrierung bei der amerikanischen Wertpapieraufsichtsbehörde SEC die erste großvolumige Dollar-Anleihe am amerikanischen Kapitalmarkt.

10. Mai 2012

Die FMS Wertmanagement gründet eine Servicegesellschaft als 100-prozentige Tochtergesellschaft, die spätestens im September 2013, wenn der Kooperationsvertrag mit der HRE-Gruppe über das Servicing des Portfolios laut EU-Auflage beendet werden muss, diese Funktionen weitgehend übernehmen soll.

8. März 2012

Die FMS Wertmanagement bekundet die Absicht, sich mit einem Nominalvolumen von EUR 8,2 Mrd. am Umtausch von griechischen Staatsanleihen und Krediten zu beteiligen.

27. Mai 2011

Die FMS Wertmanagement feiert mit einer ersten öffentlichen Anleihe im Volumen von EUR 3 Mrd. ein erfolgreiches Debüt am Kapitalmarkt.

19. Mai 2011

Der Verwaltungsrat der FMS Wertmanagement stellt den vom Vorstand aufgestellten ersten Jahresabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr 2010 fest.

23. März 2011

Die FMS Wertmanagement hat die an die HRE-Gruppe gewährten und bei der Übertragung des Portfolios mit übertragenen SoFFin-Garantien in Höhe von ursprünglich EUR 124 Mrd. vollständig durch eigene Emissionen abgelöst.

1. Oktober 2010

Die FMS Wertmanagement nimmt mit zu diesem Zeitpunkt sieben fest angestellten Mitarbeitern ihren Geschäftsbetrieb auf.

30. September 2010

Die nicht strategienotwendigen Geschäftsbereiche und Risikopositionen der HRE-Gruppe werden auf die FMS Wertmanagement übertragen.

8. Juli 2010

Die FMS Wertmanagement wird als Anstalt öffentlichen Rechts gemäß §8a FMStG gegründet.

21. Januar 2010

Die HRE-Gruppe beantragt die Errichtung einer Abwicklungsanstalt, auf die Teile des Portfolios der HRE-Gruppe übertragen werden sollen.

13. Oktober 2009

Der SoFFin erhält die vollständige Kontrolle über die HRE-Gruppe.

17. Oktober 2008

Der Deutsche Bundestag beschließt die Gründung des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin), basierend auf dem Finanzmarktstabilisierungsgesetz FMStG.

Herbst 2008

Die HRE-Gruppe ist in eine ernste und ihren Fortbestand gefährdende Schieflage geraten.

Das Finanzmarktstabilisierungsfondsgesetz und das Finanzmarktstabilisierungsbeschleunigungsgesetz eröffnen Kreditinstituten die Möglichkeit Risikopositionen und nicht strategienotwendige Geschäftsbereiche auf eine organisatorisch und wirtschaftlich selbstständige Abwicklungsanstalt zu übertragen*. 

Davon hat die HRE-Gruppe Gebrauch gemacht und die Gründung der FMS Wertmanagement beantragt.

Die Verantwortung für die Abwicklung der übertragenen Positionen geht mit der Übertragung des Portfolios auf die Abwicklungsanstalt über. Deren unmittelbare Eigentümer - im Fall der FMS Wertmanagement der FMS bzw. SoFFin zu 100 Prozent, der von der Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH (Finanzagentur) verwaltet wird - sind dann zum Verlustausgleich verpflichtet. Die FMS Wertmanagement ist keine Bank, kein Finanz- oder Wertpapierdienstleister und auch keine Versicherung nach der Definition des Kreditwesengesetzes oder der EU-Richtlinie 2006/48/EG. Daher darf sie auch keinerlei Neugeschäft eingehen, es sei denn, es handelt sich um direkt und ausschließlich um mit dem Abbau des Portfolios zusammenhängende Transaktionen.
Die FMS Wertmanagement ist zudem von wesentlichen regulatorischen Vorschriften des Kreditwesengesetzes ausgenommen. Auf Grund der Verlustausgleichspflicht des FMS bzw. SoFFin muss die FMS Wertmanagement deshalb keine regulatorischen Eigenmittel vorhalten. Andererseits ist sie verpflichtet, sämtliche Kapitalmarktrefinanzierungsaktivitäten ausschließlich an institutionelle Investoren zu richten.

Die FMS Wertmanagement hat mit Verträgen vom 29. und 30. September 2010 mit Wirkung zum 1. Oktober 2010 Risikopositionen und nichtstrategienotwendige Geschäftsbereiche der HRE-Gruppe mit einem Nominalvolumen ohne Derivate von rund EUR 175,7 Mrd. übernommen.

Pbb und HRE als übertragende Rechtsträger haben Risikopositionen und nichtstrategienotwendigen Geschäftsbereiche zum Teil im Wege der Abspaltung zur Aufnahme als Gesamtheit gemäß § 8a Abs. 1, Abs. 8 FMStFG i.V.m. §§ 123 Abs. 2 Nr. 1, 131 UmwG auf die FMS Wertmanagement übertragen. Soweit die Übertragung der betreffenden Risikopositionen und nichtstrategienotwendigen Geschäftsbereiche nicht im Wege der Abspaltung erfolgte, wurden diese im Wege der Unterbeteiligung, Abtretung, Novation oder Garantie auf die FMS Wertmanagement übertragen. Welches Verfahren gewählt wurde, richtete sich nach den unterschiedlichen rechtlichen, regulatorischen und steuerlichen Anforderungen der jeweiligen Länder, in deren Regelungsbereich die betreffende Transaktion fiel. Sämtlichen Übertragungswegen ist gemeinsam, dass die FMS Wertmanagement das wirtschaftliche Risiko der betreffenden Risikopositionen und nichtstrategienotwendigen Geschäftsbereiche übernommen hat. Die Eintragungen der Abspaltungen durch die HRE und die pbb in das Handelsregister sind sowohl für die HRE und pbb als auch für die FMS Wertmanagement am 2. Dezember 2010 erfolgt.

Verlustausgleichspflicht  
In §7 Absatz 1 des Statut der FMS Wertmanagement AöR heißt es: „Der Soffin ist gegenüber der Abwicklungsanstalt sowie gegenüber der FMSA bis zur Auflösung der Abwicklungsanstalt nach § 16 verpflichtet, […] sämtliche Verluste auszugleichen.“ (Das Statut der FMS Wertmanagement finden Sie im Downloadcenter unter "Presse" oder "Investoren" - "Konstituierende Dokumente").


*Quelle: Finanzmarktstabilisierungsfondsgesetz vom 17. Oktober 2008 (BGBl. I S. 1982) und  Finanzmarktstabilisierungsbeschleunigungsgesetz vom 17. Oktober 2008 (BGBl. I S. 1982, 1986), zuletzt geändert durch Artikel 1 und 3 des Gesetzes vom 24. Februar 2012 (BGBl. I S. 206); Begründung zum Referentenentwurf des FMStFG.

 

Die Governance der FMS Wertmanagement ergibt sich aus ihrem Statut. Organe der FMS Wertmanagement sind der Verwaltungsrat und der Vorstand.   

Aufsicht

Der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) stehen als erweiterter Rechtsaufsicht der FMS Wertmanagement umfassende Informations-, Kontroll- und Prüf- sowie Weisungsrechte zu. Die FMSA genehmigt Änderungen des Abwicklungsplans und wird bei strategisch wichtigen Entscheidungen einbezogen, welche die Geschäftstätigkeit der FMS Wertmanagement betreffen. Die FMS Wertmanagement informiert die Aufsichtsbehörde regelmäßig über die laufende Geschäftstätigkeit und legt ihr den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Prüfungsbericht vor. Kraft des Gesetzes zur Neuordnung der Aufgaben der FMSA wurde die Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH (Finanzagentur) mit der Trägerschaft der FMSA beliehen. Die Finanzagentur hat die Verwaltung des Finanzmarktstabilisierungsfonds (FMS bzw. SoFFin) übernommen.

 

deGovernance2.1

 

Die FMS Wertmanagement unterliegt gemäß Finanzmarktstabilisierungsfondsgesetz (FMStFG) bestimmten Anforderungen des Kreditwesengesetzes, des Wertpapierhandelsgesetzes und des Geldwäschegesetzes und unterliegt insoweit der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).


Verwaltungsrat

Der Verwaltungsrat erfüllt seine Aufgabe als Aufsichtsorgan der FMS Wertmanagement in Einklang mit den gültigen Gesetzen sowie dem Statut der FMS Wertmanagement. Neben den sich daraus ergebenden Rechten und Pflichten berät der Verwaltungsrat den Vorstand der FMS Wertmanagement bei Themen von besonderer strategischer Relevanz. An den Sitzungen des Verwaltungsrats nehmen in ihrer Funktion als erweiterte Rechtsaufsicht und als gesetzliche Vertreter des Eigentümers in der Regel auch nicht stimmberechtigte Mitarbeiter der FMSA teil. Dies unterstützt den reibungslosen Informationsfluss zwischen dem Eigentümer, der erweiterten Rechtsaufsicht und der FMS Wertmanagement. Der Verwaltungsrat besteht aus acht Mitgliedern, die vom FMS bzw. SoFFin bestellt werden. Der Verwaltungsrat hat den Vorstand der FMS Wertmanagement zu beraten und seine Geschäftsführung zu überwachen. Er ist ferner zuständig für

  • die Entscheidung über den Abwicklungsplan und Abweichungen vom Abwicklungsplan,
  • den Beschluss über den Abwicklungsjahresbericht,
  • die Berufung und Abberufung der Vorstandsmitglieder,
  • den Erlass der Geschäftsordnung für den Vorstand,
  • die Bestellung des Abschlussprüfers,
  • die Feststellung der Schlussrechnung.

Der Verwaltungsrat kann außerdem in Angelegenheiten von besonderer Bedeutung, für die der Vorstand zuständig ist, die Beschlussfassung im Einzelfall oder generell für den Verwaltungsrat vorsehen. Die Kompetenz des Vorstands zur rechtswirksamen Vertretung der FMS Wertmanagement im Außenverhältnis bleibt davon unberührt.

 

Mitglieder des Verwaltungsrates 

  • Jan Bettink (Vorsitzender)
    Bankkaufmann 
  • Dr. Jutta Dönges (Stellvertretende Vorsitzende)
    Geschäftsführerin der Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH
  • Rita Geyermann (Stellvertretende Vorsitzende)
    Direktorin, Leiterin Asset Management bei der KfW Bankengruppe
  • Dr. Axel Berger
    Diplom-Kaufmann
  • Dr. Tammo Diemer
    Geschäftsführer der Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH
  • Birgit Dietl-Benzin
    Mitglied des Vorstands und Chief Risk Officer der UBS Europe SE
  • Michaela Maria Eder von Grafenstein
    Mitglied des Executive Committee und Head of Business Unit Real Assets der Aquila Gruppe

 

Der Vorstand besteht aus mindestens zwei Mitgliedern, die vom Verwaltungsrat mit Zustimmung der FMSA für höchsten vier Jahre berufen werden: eine erneute Berufung ist zulässig.

Organigramm der FMS Wertmanagement AöR

 

Christoph Müller

Vorstand Mueller FMSChristoph Müller ist seit 1. Juli 2019 Chief Executive Officer der FMS Wertmanagement sowie Sprecher des Vorstands. Davor war er bereits seit September 2017 als Chief Risk und Chief Financial Officer für die FMS-WM tätig.

Nach seinem Betriebswirtschaftsstudium mit Schwerpunkt Bankenwesen an der Dualen Hochschule Villingen-Schwenningen arbeitete Christoph Müller von 1994 bis 2001 als Kreditspezialist und Firmenkundenberater bei der Volksbank Dreiländereck sowie der Baden-Württembergischen Bank in Lörrach. Im Anschluss an seine dreijährige Tätigkeit bei der UBS Bank AG Zürich als Transaction Manager im Bereich Credit Portfolio Management wechselte er im Jahr 2004 zur Credit Suisse, ebenfalls Zürich, wo er bis 2010 leitende Positionen in den Bereichen Kreditportfoliomanagement sowie Kreditrisikomethoden und -modelle innehatte. Seit November 2010 war Christoph Müller Head of Risk Controlling, Finance & Portfolio Steering der FMS-WM.

 

 


Carola Falkner

Vorstand Falkner FMSCarola Falkner ist seit dem 1. Juli 2019 Vorstand der FMS Wertmanagement und verantwortet die Bereiche Asset Management und Group Treasury sowie Group Internal Audit. Davor war sie bereits seit Juni 2017 Managing Director des Bereichs Asset Management der FMS Wertmanagement.

Die Rechtsanwältin mit Spezialisierung auf Bank- und Kapitalmarktrecht begann ihre Karriere 1999 bei der Commerzbank AG in der Restrukturierung und Sanierung. Zwischen 2005 und 2011 arbeitete Falkner für Hudson Advisors Germany, wo sie für die Abwicklung notleidender Kreditportfolios verantwortlich war. Seit Mai 2011 ist Carola Falkner in verschiedenen Funktionen für die FMS Wertmanagement tätig gewesen, unter anderem als Bereichsleiterin Commercial Real Estate.

 

Der Nominalwert des übertragenen Vermögens betrug zum Zeitpunkt der Übertragung EUR 175,7 Mrd.

Die Anzahl der Einzelpositionen inklusive Derivate lag bei mehr als 12.000 mit rund 2.500 verschiedenen Kontrahenten.


Die FMS Wertmanagement ist kein Kreditinstitut oder Finanzdienstleistungsinstitut im Sinne des Kreditwesengesetzes. Sie bedarf daher keiner Banklizenz und unterliegt keinen regulatorischen Eigenmittel- und Liquiditätsanforderungen.


Das Portfolio besteht Ende 2018 aus 1693 Einzelpositionen mit 830 Kontrahenten. Die Einzelengagements befinden sich in 45 Ländern.


Die FMS Wertmanagement führt weder aktives Kreditneugeschäft noch Einlagengeschäft durch.


Die FMS Wertmanagement darf Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäfte betreiben, die der Abwicklung des übernommenen Portfolios dienen.


Die FMS Wertmanagement bilanziert nach Handelsgesetzbuch (HGB).


Die FMS Wertmanagement hat keinerlei anteilsmäßige Verflechtung mit der HRE-Gruppe. Sie kann unter eigenem Namen im rechtgeschäftlichen Verkehr handeln, klagen und verklagt werden.


Der Nominalwert des Portfolios betrug Ende 2018 noch EUR 69,0 Mrd.


Die Bilanzsumme zum Ende des Geschäftsjahres 2018 belief sich auf EUR 144,7 Mrd.


Die Zahl der fest angestellten Mitarbeiter lag zum Jahresende 2010, fünf Monate nach der Gründung bei 18. Die Zahl der Mitarbeiter betrug Ende des Jahres 2018 112.


Die FMS Wertmanagement wird von der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung FMSA beaufsichtigt, der umfassende Informations-, Kontroll- und Prüf- sowie Weisungsrechte zustehen.

Die FMS Wertmanagement Service GmbH (FMS-SG) ist ein Spezialist für Finanzdienstleistungen mit über 300 Mitarbeitern an den Standorten München, Dublin und New York. Die Gesellschaft ist eine hundertprozentige Tochter der FMS Wertmanagement AöR.

Die FMS-SG erbringt für die FMS Wertmanagement Dienstleistungen für Kreditforderungen, Anleihen und Derivate in den Bereichen Real Estate, Infrastruktur und Projektfinanzierung, Finanzierungen der öffentlichen Hand sowie für Strukturierte Produkte. Das Leistungsspektrum umfasst unter anderem Kreditanalysen, Restrukturierungen von Assets, Workouts, Portfolio Reporting, die Abwicklung des Zahlungsverkehrs und die Überwachung von Zahlungsrückständen.

Weitere Informationen zur FMS-SG finden sich unter www.fms-sg.de